
Bewusstsein durch Verkörperung
" Die Zunge kann lügen - der Körper nie! " (Körpersprache-Experten Samy Molcho)
Was sind Aufstellungen ?
Aufstellungsarbeit öffnet einen Raum, in dem sichtbar und spürbar wird, was bisher im Verborgenen gewirkt hat. Innere Zusammenhänge, alter Verstrickungen und überholte Muster werden ins Licht des Bewusstseins gehoben. Was uns bewusst wird, kann sich verändern. Mit der gewonnenen und tatsächlich erlebten Erkenntnis beginnt Neuausrichtung und Heilung.
Aufstellungsarbeit ist eine ganzheitliche Methode, mit der wir Beziehungen, innere Prozesse und Lebensthemen sichtbar und erfahrbar machen. Dabei werden die Aspekte des Themas oder die Angehörigen eines Systems durch Darsteller*innen verkörpert. Allein schon ihre Anordnung im Raum vermag so manche Zusammenhänge sichtbar zu machen, für die wir im Alltag oft blind sind. Dann kommt -wie von selbst- Bewegung ins Spiel. Die Repräsentant*innen suchen und finden ihren neuen, stimmigen Platz im System.
Die Wurzeln der heutigen Aufstellungsarbeit entspringen unter anderen verschiedenen psychotherapeutischen und phänomenologischen Ansätzen. Wesentlich geprägt wurde die Arbeit durch Bert Hellinger und seine Familienaufstellungen. Im Laufe der Zeit haben sich daraus vielfältige Formen und Formate entwickelt.
Ich verbinde systemische Aufstellungsarbeit mit meiner langjährigen Erfahrung als Körpertherapeutin und spirituellen Bewusstseinsarbeit - für einen Weg zur verkörperten inneren Wahrheit.
Was bedeutet Spirituell-systemische Aufstellung ?
Wir Menschen sind eingebunden in Beziehungen, in Familiengeschichten und berufliche Systeme. Sie prägen unser Denken und Fühlen und beeinflussen unser Handeln. Doch wir sind immer schon mehr als unsere Herkunft und die Systeme, in die wir eingebunden sind. Wir sind zugleich immer auch mit etwas Größerem verbunden - mit dem Leben selbst, mit dem Großen Ganzen, mit Etwas, das über unser persönliches Sein hinausweist. Diese Verbundenheit ist für mich ein wesentlicher Aspekt jeder Aufstellung.
In der spirituell-systemischen Aufstellungsarbeit werden daher nicht nur systemische Zusammenhänge sichtbar, sondern auch und vor allem die Beziehung zum eigenen Wesenskern, zum Wahren Selbst.
Wir eröffnen mit einem Spiralgespräch. In dieser offenen Runde, bekommt jede und jeder Raum, sich mit dem einzubringen, was gerade da ist, während die anderen vom Herzen zuhören. So nähern wir uns dem an, was gebraucht wird. Je nachdem, was dich bewegt kann dies eine Ich-Selbst-, Herzenswunsch- oder Körper- Symptom- Aufstellung sein oder auch Ahnenarbeit oder ein Medizinrad. In der Aufstellung nehmen wir wahr, was sich im Feld über den Körper, die Gefühle und die Intuition zeigt.
Eine Aufstellung ist meist für alle Beteiligten eine wertvolle Erfahrung. Die Darsteller*innen kommen in den Genuss, für eine gewisse Zeit das Kostüm der eigenen Persönlichkeit abzustreifen und in einer anderen Rolle überrascht werden von dem, was das wissende Feld zu Tage fördert und dabei nicht selten Parallelen zu den eigenen Themen zu bemerken und diese gleich mit zu bearbeiten. Gleichermaßen hat die Zuschauerrolle eine wesentliche Bedeutung zu Mal das Gewahrsein der Beobachter*innen den Heilungs- und Erkenntnisprozess verstärkt.
Mit meiner sensiblen und intuitiven Wahrnehmung und geschultem Gespür für die Körpersprache, begleite ich, was sich im Aufstellungsprozess zeigt.
"Ich und Selbst sind Bezeichnungen für unsere beiden Naturen, die menschliche und die göttliche. oder wenn du nicht-religiöse Begriffe bevorzugst, unsere Getrenntheit und unsere Verbundenheit. " (Siegfried Essen)